Zahnimplantate gelten als besonders langlebige Lösung für fehlende Zähne. Doch wenn ein Implantat plötzlich schmerzt oder sich bewegt, ist schnelle Reaktion gefragt. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, welche Ursachen hinter einem lockeren Implantat stecken können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Implantat langfristig stabil halten und was Sie tun können, wenn ein Austausch notwendig wird.
Wackelndes Zahnimplantat: Alarmzeichen ernst nehmen
Ein gesund eingesetztes Implantat ist fest mit dem Kieferknochen verbunden. Sobald es sich bewegt, ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal. Es handelt sich dabei nie um einen harmlosen Zufall. Folgende Ursachen kommen in Frage:
• Die Verbindung zwischen Implantat und Knochen (Osseointegration) ist gestört
• Eine Entzündung im umliegenden Gewebe hat sich entwickelt (Periimplantitis)
• Der Zahnersatz ist falsch belastet oder sitzt nicht korrekt
• Allgemeinerkrankungen wie Diabetes oder Rauchen beeinträchtigen die Heilung
• Die Implantatkrone ist locker, nicht aber das Implantat selbst
Selbst bei leichtem Wackeln sollten Sie nicht abwarten. Je früher eine zahnärztliche Untersuchung erfolgt, desto besser sind die Chancen, das Implantat zu retten.
Schmerzen rund um das Implantat: Diese Ursachen sind möglich
Nicht jeder Schmerz bedeutet, dass das Implantat versagt hat. Aber auch gelegentliche Beschwerden sind ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt. Typische Auslöser für Schmerzen am Implantat sind:
• Druckstellen durch übermäßigen Kaudruck
• Schlechtsitzender oder schlecht geputzter Zahnersatz
• Bakterielle Entzündungen im Gewebe
• Knochenabbau im Bereich des Implantats
Die Beschwerden äußern sich oft durch Ziehen, Stechen oder Pulsieren. Dazu kommen Rötungen, Schwellungen, Blutungen oder unangenehmer Geschmack im Mund. Häufig schmerzt das Implantat vor allem beim Kauen oder Zähneputzen.

Periimplantitis: Die häufigste Ursache für Implantatprobleme

Periimplantitis ist eine bakterielle Entzündung des Gewebes rund um ein Zahnimplantat. Sie ist vergleichbar mit einer Parodontitis, verläuft jedoch häufig unbemerkt und wird deshalb oft zu spät erkannt. Bleibt sie unbehandelt, führt sie fast immer zum Verlust des Implantats.
Die Abbildung 2 veranschaulicht eine fortgeschrittene Periimplantitis: Bakterien dringen in den Spalt zwischen Implantat und Zahnfleisch ein. Es entsteht eine chronische Entzündung, die den Kieferknochen abbaut. In der Folge verliert das Implantat zunehmend an Stabilität.
Die gute Nachricht: Wird Periimplantitis frühzeitig erkannt, kann sie mit professioneller Reinigung, antibakteriellen Maßnahmen und gegebenenfalls durch eine chirurgische Therapie gestoppt oder sogar vollständig geheilt werden.
Was Sie sofort tun sollten
Wenn Ihr Implantat wackelt oder schmerzt, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
• Vereinbaren Sie umgehend einen Termin bei Ihrem Zahnarzt oder Implantologen
• Kauen Sie nicht auf der betroffenen Seite und meiden Sie harte Speisen
• Belasten Sie das Implantat nicht bewusst
• Reinigen Sie Ihre Zähne weiterhin gründlich, aber vorsichtig
• Notieren Sie alle Symptome, auch wenn sie nur leicht sind
Schnelles Handeln ist entscheidend. Je früher die Ursache erkannt wird, desto größer ist die Chance auf Erhalt.

Behandlungsmöglichkeiten bei einem beschädigten Implantat
Die passende Therapie hängt davon ab, ob eine Entzündung, ein technisches Problem oder eine Fehlbelastung vorliegt. Diese Optionen kommen infrage:
• Professionelle Zahnreinigung und antibakterielle Behandlung
• Antibiotika oder Lasertherapie bei Periimplantitis
• Knochenaufbau bei beginnendem Knochenabbau
• Austausch oder Befestigung einer gelockerten Implantatkrone
• Anpassung oder Neuanfertigung des Zahnersatzes zur Entlastung
Das Ziel jeder Behandlung ist die Wiederherstellung der Stabilität und der langfristige Erhalt des Implantats.
Implantatprobleme vermeiden: So schützen Sie Ihren Zahnersatz
Ein Zahnimplantat ist eine hochwertige medizinische Investition. Damit es langfristig hält, sollten Sie folgende Empfehlungen beachten:
• Gründliche tägliche Zahnpflege inklusive Zahnseide oder Interdentalbürsten
• Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen
• Kontrolltermine beim Zahnarzt alle sechs bis zwölf Monate
• Verzicht auf Rauchen
• Kontrolle von Allgemeinerkrankungen wie Diabetes
• Kein Öffnen von Verpackungen oder Flaschen mit den Zähnen
Je besser Ihre Pflege, desto geringer das Risiko für Komplikationen.
Wenn ein neues Implantat nötig wird: Gibt es günstigere Alternativen?
Viele Patientinnen und Patienten zögern bei Implantatproblemen wegen der hohen Kosten für eine Neuversorgung. Dabei ist vielen nicht bewusst, dass hochwertiger Zahnersatz auch deutlich günstiger erhältlich sein kann, bei gleichbleibend hoher Qualität und voller Transparenz.
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Fazit: Schmerzen oder Wackeln ernst nehmen – aber nicht verzweifeln
Ein wackelndes oder schmerzendes Implantat ist kein Weltuntergang. Es ist jedoch ein deutliches Warnsignal, das Sie nicht ignorieren sollten. Mit schneller, professioneller Behandlung lässt sich in vielen Fällen der Zahnersatz erhalten. Sollte ein Austausch erforderlich sein, gibt es heute hochwertige, bezahlbare Lösungen ohne Kompromisse bei der Qualität.
