Zahnersatz.TV Implantatgetragener Zahnersatz

Zahnimplantat

Ein Zahnimplantat übernimmt dieselbe Funktion wie die natürliche Zahnwurzel. Es wird in einem zahnlosen Abschnitt von Unter- oder Oberkiefer direkt im Kieferknochen verankert. Ein Implantat besteht in der Regel aus drei Komponenten: Dem im Kieferknochen fixierten Implantatkörper, dem Halsteil und der darauf befestigten Krone. Das für ein Implantat verwendete Material erfüllt genau definierte Bedingungen. Es muss vom Kieferknochen gut aufgenommen werden, problemlos einwachsen und den alltäglichen Belastungen durch das Kauen langfristig standhalten. Der Implantatwerkstoff darf keine Abwehrreaktionen des Körpers hervorrufen – er muss biokompatibel sein. Titan hat sich seit mehreren Jahrzehnten als hervorragender Werkstoff erwiesen. Keramikwerkstoffe haben sich in der breiten Anwendung bisher nicht durchgesetzt. Heutzutage stehen verschiedene Implantatsysteme zur Verfügung. Sie unterscheiden sich im Design, in der Gestaltung der Oberfläche und der Art der Verbindung zwischen dem Implantatkörper und dem darauf befestigten Zahnersatz. Die allgemein verwendeten Implantatsysteme haben eine Zylinder-, Schrauben- oder Wurzelform.

Implantatgetragener Ersatz von Einzelzähnen

Implantatgetragener Ersatz von mehreren Zähnen

Die 5 wichtigsten Fragen zum Thema Zahnimplantat

Wie wird eine Krone auf einem Implantat befestigt?

Sobald das Implantat erfolgreich eingeheilt ist erfolgt die prothetische Versorgung. Das Implantat wird durch ein Kopfteil, den sogenannten Pfosten, ergänzt. Auf dieses Kopfteil wird die Zahnkrone verschraubt oder einzementiert.

Wie lange hält ein Implantat?

Nach erfolgreicher Einheilung sind nach 10 Jahren etwa 90% der Implantate noch voll funktionsfähig. Wird ein Implantat nicht überbeansprucht und durch korrekte Mundhygiene entzündungsfrei gehalten, wird die Lebensdauer eines Implantats bei normalen Gesundheit nicht beeinträchtigt. Zum Vergleich: Herkömmliche Brücken weisen nach 10 Jahren eine Erfolgsquote von etwa 80% auf, eine Einzelkrone von 70–75%. Zähnen mit Wurzelfüllungen erreichen im Durchschnitt nur ca. 50% die 10-Jahres-Spanne.

Was kostet eine Krone auf einem Implantat?

Die Kosten für ein Zahnimplantat setzen sich aus drei Bestandteilen zusammen
  • Behandlungskosten des Zahnarztes,
  • Kosten für das Zahnlabor und
  • Materialkosten.
Die Kosten für diese drei Komponenten sind sehr individuell und abhängig von Aufwand und Schwierigkeitsgrad der Operation, der Diagnostik, der Anzahl zu setzender Implantate, dem jeweiligen Material aus dem die neuen Zähne gefertigt werden und der hierfür erforderlichen zahntechnischen Leistung. Ihr Zahnarzt erstellt Ihnen einen individuellen Heil- und Kostenplan. Dieser Plan stellt die Grundlage für Ihren persönlichen Preisvergleich dar. Hier geht es zu Ihrem kostenlosen und unverbindlichen Preisvergleich.

Kann man eine Krone auf einem Implantat erneuern?

Grundsätzlich können Implantatkronen "ausgewechselt" werden. Dabei werden die bestehenden Kronen vorsichtig entfernt. Darauf hin wird ein neuer Abdruck genommen und neue Kronen hergestellt. Ein implantatgetragener Zahnersatz kann jederzeit erweitert oder verändert werden. So kann das Implantat für einen einzelnen Zahn auch nach mehreren Jahren problemlos in einen Pfeiler für eine Brücke oder Prothese umgewandelt werden.

Wann kann man ein Implantat einsetzen und wann nicht?

Vom Ersatz einzelner Zähne über große Zahnlücken, verkürzten Zahnreihen bis zum zahnlosen Oberkiefer sind sinnvolle Anwendungsbereiche von Implantaten. Gerne wird auch ein zahnloser Unterkiefer, der einer konventionellen Vollprothese nicht genügend Stabilität bietet, durch das Einsetzen von Implantaten behandelt. Der Kiefer muss dazu ein Mindestmaß an Knochensubstanz aufweisen, um die Verankerung ausreichend langer Implantate zu ermöglichen. Gegen das Einsetzen von Implantaten spricht das Vorliegen schwerer Allgemeinerkrankungen wie
  • Herzerkrankungen,
  • Blutungsneigungen,
  • Knochenerkrankungen
  • und Stoffwechselerkrankungen (z. B. schwerer Diabetes, der nicht gut eingestellt ist).
Die regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente (Immunsuppressiva, Kortison, Zytostatika u. a.) spricht ebenso gegen die Verwendung von Implantaten. Erst werden verbleibende natürliche Zähne saniert (z. B. Karies- und Parodontitistherapie). Dann erfolgt die Behandlung von krankhaften Veränderungen in der Mundhöhle, die die Schleimhaut oder die Kieferknochen betreffen. Zum Schluss folgt die Einsetzung des Implantats. Ein bedeutender Risikofaktor in der Einheilphase eines Implantats ist starkes Rauchen von mehr als zehn Zigaretten pro Tag. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass dadurch das Risiko für ein Scheitern des Einheilens um das 2- bis 6-fache steigt und Implantate dadurch frühzeitig verloren gehen.