Wer eine neue Zahnkrone braucht, hört beim Zahnarzt immer öfter das Wort Zirkon. Die Zirkonkrone gilt als modernste Lösung unter den Kronen: metallfrei, extrem belastbar und optisch kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden. Aber sie ist auch teurer als die klassische Metallkeramikkrone. Als Dentallabor fertigen wir beide Varianten täglich und erklären Ihnen hier ehrlich, was eine Zirkonkrone kann, was sie kostet und wann sich der Aufpreis lohnt.
Was ist eine Zirkonkrone?
Zirkonoxid ist eine Hochleistungskeramik, die ursprünglich aus der Raumfahrt- und Industrietechnik stammt. In der Zahntechnik wird daraus ein Kronengerüst gefräst, das anschließend mit Keramik verblendet oder als sogenannte monolithische Krone direkt aus einem Stück gefertigt wird. Das Material ist biokompatibel, löst praktisch keine Allergien aus und enthält kein Metall. Deshalb gibt es bei Zirkonkronen auch keinen dunklen Metallrand am Zahnfleisch, wie er bei älteren Kronen manchmal sichtbar wird.
Die Vorteile der Zirkonkrone
Drei Eigenschaften machen Zirkon so beliebt. Erstens die Stabilität: Zirkonoxid gehört zu den härtesten Materialien der Zahntechnik und eignet sich dadurch auch für stark belastete Backenzähne. Zweitens die Ästhetik: Das Material ist lichtdurchlässig wie natürlicher Zahnschmelz, eine gut gefertigte Zirkonkrone fällt im Mund schlicht nicht auf. Drittens die Verträglichkeit: Ohne Metall gibt es keine Wechselwirkungen mit anderen Materialien im Mund und kein Allergierisiko. Dazu kommt die lange Haltbarkeit von häufig 15 Jahren und mehr bei guter Pflege.
Die Nachteile der Zirkonkrone
Ehrlicherweise hat auch Zirkon Grenzen. Der offensichtlichste Nachteil ist der Preis, denn der Aufpreis gegenüber der Regelversorgung bleibt komplett bei Ihnen. Zweitens ist Zirkon so hart, dass eine schlecht eingestellte Krone den gegenüberliegenden Zahn stärker abnutzen kann, eine präzise Fertigung und Einpassung ist deshalb entscheidend. Und drittens lässt sich eine Zirkonkrone bei einem Defekt schwerer reparieren als eine Metallkeramikkrone, meist muss sie dann neu gefertigt werden. Für die allermeisten Patienten überwiegen die Vorteile klar, aber diese Punkte gehören auf den Tisch.
Was kostet eine Zirkonkrone?
Eine Zirkonkrone kostet in Deutschland üblicherweise zwischen 700 und 1.200 Euro pro Zahn. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt davon nur den Festzuschuss der Regelversorgung, also den Betrag, den auch eine einfache Metallkrone bekäme. Der Rest ist Eigenanteil, meist zwischen 450 und 950 Euro. Der größte Kostenblock sind dabei die Laborkosten, und genau hier lässt sich sparen: Wir fertigen Zirkonkronen nach deutschen Qualitätsstandards zu deutlich günstigeren Laborpreisen, mit Endkontrolle durch unsere Zahntechniker in Deutschland und 4 Jahren Garantie. Eine Übersicht aller Kronenarten und Preise finden Sie auf unserer Zahnkronen-Seite.
Zirkonkrone oder Metallkeramikkrone?
Die Metallkeramikkrone ist der bewährte Standard: stabil, günstiger, aber mit Metallgerüst. Bei ihr kann mit den Jahren ein grauer Rand am Zahnfleisch sichtbar werden, und Allergiker vertragen manche Legierungen nicht. Die Zirkonkrone ist die modernere Wahl für alle, denen Ästhetik und Metallfreiheit wichtig sind, besonders im sichtbaren Frontzahnbereich. Für Backenzähne, die niemand sieht, ist die Metallkeramikkrone oder sogar eine reine Metallkrone dagegen oft die wirtschaftlichere Entscheidung. Kurz: vorne Zirkon, hinten darf es auch günstiger sein.
| Zirkonkrone | Metallkeramikkrone | |
| Material | metallfreie Hochleistungskeramik | Metallgerüst mit Keramikverblendung |
| Ästhetik | lichtdurchlässig, wie ein echter Zahn | gut, mit der Zeit ggf. sichtbarer Metallrand |
| Verträglichkeit | biokompatibel, kein Allergierisiko | selten Allergien auf Legierungen möglich |
| Haltbarkeit | ca. 15 Jahre und mehr | ca. 10 bis 15 Jahre |
| Kosten pro Zahn | ca. 700 bis 1.200 € | ca. 600 bis 900 € |
Marktübliche Richtwerte pro Zahn inklusive zahnärztlicher Leistung, Stand 2026, ohne Gewähr. Ihr tatsächlicher Eigenanteil hängt von Befund, Bonusheft und Labor ab.
Für wen lohnt sich eine Zirkonkrone?
Die Zirkonkrone lohnt sich vor allem, wenn die Krone im sichtbaren Bereich liegt, wenn Sie Wert auf metallfreien Zahnersatz legen, bei bekannten Metallallergien und wenn die Krone möglichst lange halten soll. Wer dagegen rein funktional denkt und einen Backenzahn versorgen lässt, kann mit der Regelversorgung mehrere hundert Euro sparen. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt berät Sie, welche Lösung zu Befund und Budget passt, und mit unserem Kostenvergleich sehen Sie vorab, was Sie bei der Anfertigung sparen können.
Häufige Fragen zur Zirkonkrone
Wie lange hält eine Zirkonkrone?
Bei guter Pflege meist 15 Jahre und länger. Zirkonoxid ist eines der stabilsten Materialien der Zahntechnik.
Zahlt die Krankenkasse eine Zirkonkrone?
Die Kasse zahlt den Festzuschuss der Regelversorgung, den Aufpreis für Zirkon tragen Sie selbst. Mit gepflegtem Bonusheft steigt der Zuschuss auf bis zu 75 Prozent der Regelversorgung.
Kann eine Zirkonkrone brechen?
Sehr selten. Zirkon ist extrem bruchfest, nur bei starkem Zähneknirschen sollte eine Schutzschiene getragen werden.
