„Sagen Sie mal drei sechs“ und schon notiert die Assistenz eine Zahl, die für Sie wie ein Geheimcode klingt. Dahinter steckt das Zahnschema: ein international einheitliches System, mit dem Zahnärzte jeden einzelnen Zahn eindeutig benennen. Wer es einmal verstanden hat, kann jeden Befund und jeden Heil- und Kostenplan selbst lesen. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen das Zahnschema Schritt für Schritt, mit Tabelle für alle Zahnnummern.
Was ist das Zahnschema?
Das in Deutschland übliche Zahnschema ist das FDI-Schema (benannt nach der Fédération Dentaire Internationale). Es wird seit 1970 weltweit verwendet und funktioniert denkbar einfach: Jeder Zahn bekommt eine zweistellige Nummer. Die erste Ziffer steht für den Quadranten, also den Gebissabschnitt, die zweite Ziffer für die Position des Zahns in diesem Abschnitt, gezählt von der Mitte nach hinten.
Der Zahn 36 ist also kein 36. Zahn. Die 3 bedeutet: Unterkiefer links. Die 6 bedeutet: der sechste Zahn von der Mitte aus, der erste große Backenzahn.
Die vier Quadranten
Ihr Gebiss wird gedanklich in vier Viertel geteilt, immer aus Sicht des Zahnarztes, der Ihnen gegenübersitzt:
| Quadrant | Bereich |
|---|---|
| 1 | Oberkiefer rechts (Zähne 11 bis 18) |
| 2 | Oberkiefer links (Zähne 21 bis 28) |
| 3 | Unterkiefer links (Zähne 31 bis 38) |
| 4 | Unterkiefer rechts (Zähne 41 bis 48) |
Wichtig: Rechts und links sind aus Ihrer Sicht vertauscht, weil der Zahnarzt Sie von vorne anschaut. Quadrant 1 ist für Sie selbst der rechte obere Bereich.
Die zweite Ziffer: Position des Zahns
Gezählt wird immer von der Mitte (den Schneidezähnen) nach hinten zu den Weisheitszähnen:
| Ziffer | Zahn |
|---|---|
| 1 | Mittlerer Schneidezahn |
| 2 | Seitlicher Schneidezahn |
| 3 | Eckzahn |
| 4 | Erster kleiner Backenzahn (Prämolar) |
| 5 | Zweiter kleiner Backenzahn (Prämolar) |
| 6 | Erster großer Backenzahn (Molar) |
| 7 | Zweiter großer Backenzahn (Molar) |
| 8 | Weisheitszahn |
Ein Erwachsener hat mit allen Weisheitszähnen 32 Zähne, pro Quadrant also acht.
Beispiele: Diese Zähne stecken hinter den Nummern
Zahn 11: Oberkiefer rechts, mittlerer Schneidezahn. Der Zahn, den man beim Lächeln zuerst sieht.
Zahn 23: Oberkiefer links, Eckzahn.
Zahn 36: Unterkiefer links, erster großer Backenzahn. Einer der am häufigsten überkronten Zähne, weil er früh durchbricht und viel Kaudruck aushalten muss.
Zahn 48: Unterkiefer rechts, Weisheitszahn.
Zahnschema bei Milchzähnen
Auch Milchzähne haben eigene Nummern, damit es keine Verwechslung gibt. Hier laufen die Quadranten von 5 bis 8:
| Quadrant | Bereich |
|---|---|
| 5 | Oberkiefer rechts (Zähne 51 bis 55) |
| 6 | Oberkiefer links (Zähne 61 bis 65) |
| 7 | Unterkiefer links (Zähne 71 bis 75) |
| 8 | Unterkiefer rechts (Zähne 81 bis 85) |
Kinder haben 20 Milchzähne, pro Quadrant fünf. Der Zahn 55 ist also der hinterste Milchbackenzahn oben rechts.
Warum das Zahnschema für Sie wichtig ist: der Heil- und Kostenplan
Spätestens wenn Zahnersatz ansteht, begegnet Ihnen das Zahnschema schwarz auf weiß: Im Heil- und Kostenplan Ihrer Krankenkasse ist jeder betroffene Zahn mit seiner Nummer aufgeführt, zusammen mit Kürzeln wie K für Krone, B für Brückenglied oder f für fehlend. Wer die Nummern lesen kann, versteht sofort, welche Behandlung an welchem Zahn geplant ist und kann Angebote vergleichen.
Genau hier lohnt sich der Blick auf die Kosten: Beim Zahnersatz selbst, also bei Kronen, Brücken und Prothesen, können Sie mit uns bis zu 80 Prozent sparen, bei gleicher Qualität und mit Qualitätskontrolle in Deutschland. Senden Sie uns einfach Ihren Heil- und Kostenplan, wir erstellen Ihnen ein kostenloses Vergleichsangebot.
Häufige Fragen zum Zahnschema
Welcher Zahn ist die Nummer 36?
Der Zahn 36 ist der erste große Backenzahn im linken Unterkiefer. Die 3 steht für den Quadranten Unterkiefer links, die 6 für den sechsten Zahn von der Mitte aus gezählt.
Wie viele Zähne hat ein Erwachsener?
Ein vollständiges Erwachsenengebiss hat 32 Zähne, inklusive der vier Weisheitszähne. Ohne Weisheitszähne sind es 28 Zähne.
Was bedeuten die Kürzel im Heil- und Kostenplan?
Die wichtigsten Kürzel: K steht für Krone, B für Brückenglied, f für fehlender Zahn, e für ersetzter Zahn, ww für erhaltungswürdiger Zahn. Zusammen mit der Zahnnummer zeigt der Plan genau, welche Versorgung wo geplant ist.
Gibt es auch andere Zahnschemata?
Ja, in den USA wird häufig das Universal Numbering System verwendet, das alle Zähne von 1 bis 32 durchnummeriert. In Deutschland und den meisten anderen Ländern gilt das FDI-Schema, das wir in diesem Artikel erklären.